Solar Dossiers
Massiver Ausbau der Produktkapazitäten bei der SolarWorld AG
Der Photovoltaikkonzern SolarWorld AG hat bekannt gegeben, seine Produktkapazitäten massiv ausbauen zu wollen. Binnen zwei Jahren soll demnach eine Modulkapazität von insgesamt 1,25 Gigawatt angestrebt werden. Den Schwerpunkt hierbei legt der Konzern mit Sitz in Bonn auf Produktionsstätten in Freiberg in Sachsen sowie Hillsboro in den Vereinigten Staaten.
Weiterhin plant das Unternehmen größere Investitionen in die eigene Rohstoffzufuhr. So wurde bereits im März bekannt gegeben, mit der Non-Profit-Organisation Qatar Foundation ein Joint Venture mit Ziel der Errichtung einer Siliziumproduktion im Arabischen Emirat Katar zu gründen. Nach Konzernangaben sollen über 500 Millionen Dollar in das Projekt fließen, das mittelfristig die Produktionskosten innerhalb der SolarWorld AG reduzieren soll.
Begünstigt werden diese Ausbaupläne durch ein Umsatzplus von rund 12,5 Prozent, das der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr 2009 erzielen konnte, wobei der erzielte Gewinn mit rund 90 Millionen Euro um etwa 40 Millionen gesunken ist. Die Steigerung des Umsatzes um etwa 112 Millionen Euro auf knapp über eine Milliarde Euro Umsatz liegt damit höher, als die eigene Prognose vorgab. Vorstandsvorsitzender Franz Asbeck äußerte sich zufrieden. Trotz eines schwierigen Jahres, so Asbeck, habe die SolarWorld AG "ein ordentliches Ergebnis" erwirtschaftet.
Philipp Koecke, Finanzvorstand des Unternehmens, zeigte sich ebenfalls zufrieden. Er gab bekannt, dass durch eine freie Liquidität von etwa 900 Millionen Euro bei 39 Prozent Eigenkapital die kurz- und mittelfristigen Wachstumsziele planmäßig umsetzbar seien. Asbeck führte zudem an, dass auch weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung vorgesehen seien.
Trotz eines zunehmenden Drucks in Deutschland, forciert durch "die geplanten Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes", sehe er seinen Konzern "gut aufgestellt für die Zukunft". Die Investitionen sollen hierbei das Ziel, zukünftig beim Konzernumsatz nicht unter die Milliardengrenze zu fallen, stützen.
Auch die Aktionäre der SolarWorld AG sollen an den positiven Ergebnissen beteiligt werden. Asbeck kündigte an, der Hauptversammlung einer Erhöhung der Dividende auf 16 Cent (Vorjahr 15 Cent) vorzuschlagen.
News vom: 30.03.2010
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