Laut Studie boomt die Solarenergie 2014

Im vergangenen Jahr hatte die Solarenergie vor allem mit den Auswirkungen der Subventionskürzungen, die der damalige Umweltminister Peter Altmaier unterstützte, zu kämpfen. Im Vergleich zu 2012 ging der Ausbau der deutschen Solarenergie um beinahe 50 Prozent zurück. Während 2012 insgesamt 7,6 Gigawatt an Photovoltaikpaneelen auf deutschen Dächern angebracht wurden, ging der Ausbau 2013 deutlich schleppender voran: Lediglich 3,3 Gigawatt neuer Paneele wurde in diesem Jahr installiert. 
Für die Solarenergie sieht es jedoch nicht überall so schlecht aus, wie in Deutschland. Der Ausbau in Amerika erreichte 2013 ein Rekordmaß und auch China entwickelt sich hinsichtlich der neuen Energiegewinnung stetig. 

Eine aktuelle Studie der Deutschen Bank resümiert, dass sich diese Tendenz im Jahr 2014 weiter verstärken wird. Der Studie zufolge werden 2014 international neue Solaranlagen installiert, die eine Leistung von 46 Gigawatt aufbringen werden. Zum Vergleich: Deutschland verfügt im Moment insgesamt über 35 Gigawatt. Im Jahr 2015 wird sich dieser Trend, so die Studie, weiter entwickeln: Global werden es demnach 2015 schon 56 Gigawatt sein. 

Vor allem Japan, die USA und China treiben diese Entwicklung an. Besonders attraktiv sind die Installationen für US-Bürger, dank einer Steuererleichterung für Besitzer von Solaranlagen.

Auch wenn diese Zahlen durchaus beeindrucken, sind die Gründe für diesen Technik-Boom wesentlich interessanter. Analysten sprechen diesbezüglich von einem „zweiten Goldrausch“, wie er schon einmal Mitte des vergangenen Jahrzehnts vorkam. 
Die Studie ergab außerdem: Die Solarenergie ist in wenigstens 19 Staaten weltweit ohne jegliche staatliche Zuschüsse gegenüber anderer Energiequellen konkurrenzfähig. Im Klartext bedeutet das, dass der Strom aus den Kraftwerken teuerer ist als Solarenergie. Das Geschäft mit der Solarenergie ist demnach keine Marktblase, die so schnell verschwindet, wie sie kam, sondern eine vielversprechende Entwicklung mit einem realen Mehrwert. 

Auch wenn das an sich keine Neuigkeit ist, kommen die stetig sinkenden Preise für den Ausbau noch hinzu. Das fallende Preisniveau haben wir bisher vor allem den Überkapazitäten in chinesischen Fertigungsanlagen zu verdanken. Nun kommt jedoch noch hinzu, dass auch die Kosten für die Installationen, den Anschluss und die Verkabelung – den sogenannten „weichen Kosten“ – sinken. Etwa 60 Prozent der Gesamtkosten einer Solaranlage werden von diesen Faktoren ausgelöst. 

Ein weiterer Grund für den Solar-Hype: Weltweit sind Kredite aktuell überaus günstig. Das steigert die Attraktivität der Anlagen zusätzlich. Außerdem helfen neuartige Geschäftsmodelle, wie etwa das der Solar City in Amerika, bei der weiteren Verbreitung der neuen Technik. Dabei übernimmt das Unternehmen sämtliche anfallenden Kosten und der Verbraucher übernimmt für eine monatliche Gebühr den Strom. Es war demnach noch nie einfacher, den selbst „angebauten“ Solarstrom zu ernten. 

Analysten der Deutschen Bank warnen jedoch: 2016 könnte der Solar-Boom schon wieder seinem Ende entgegen sehen. Denn die Steuererleichterungen in Amerika laufen 2016 aus, die Wirtschaft könnte wieder anziehen und somit könnten die Preise für den Ausbau erneut leicht ansteigen.

News vom: 21.01.2014


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