Energie & Umwelt

 

Eine flächendeckende Stromversorgung auf heutigem Niveau kann nicht ohne Beeinträchtigungen der Umwelt sichergestellt werden. Es zeigt sich zunehmend, dass ältere Definitionen des Begriffs Umweltfreundlichkeit zu kurz greifen. Windräder verursachen keine schädlichen Emissionen, beeinträchtigen aber das Landschaftsbild erheblich. Ähnliches gilt für Solaranlagen auf Hausdächern, die das traditionelle Erscheinungsbild von Ortschaften spürbar verändern. Es stellt sich heraus, dass sich die Beeinträchtigung der Lebensqualität durch unterschiedliche Technologien nicht ausschließlich anhand der Emission von Schadstoffen beurteilen lässt.

 

Energie und Umwelt : Fossile Energieträger

 

Kohle und Gas werden zur Stromerzeugung eingesetzt, infolge des geplanten beschleunigten Ausstiegs aus der Atomenergie ist zumindest vorübergehend eine intensivere Nutzung als bisher geplant. Neben der Endlichkeit dieser Ressourcen werden die bei der Verbrennung freigesetzten Schadstoffe als wesentliches Problem angesehen, insbesondere das CO2. Unstrittig ist die Feststellung, dass diese Emissionen negative Auswirkungen auf die Entwicklung des Weltklimas haben werden, strittig ist hingegen das Ausmaß dieser Auswirkungen. Zumindest verläuft die vorhergesagte Klimakatastrophe bislang weniger dramatisch als prognostiziert wurde. Für das Jahr 2010 wurden 2005 durch die UN 50 Mio. Klimaflüchtlinge prognostiziert, deren Heimat nicht mehr bewohnbar sein werde. Eine Prognose, die sich nicht bewahrheitet hat. Der Begriff Klimakatastrophe ist aus der öffentlichen Diskussion mittlerweile verschwunden, nunmehr ist vom Klimawandel die Rede. Es zeigt aber das Energie und umwelt stets aktuelle Themen sind und zukünftig sein werden.Dass die Entwicklung weniger schlimm als befürchtet verläuft bedeutet jedoch nicht, dass keine negativen Auswirkungen eingetreten wären. So weisen beispielsweise die Statistiken der Versicherungsgesellschaften einen erheblichen Anstieg extremer Wetterereignisse aus, die regelmäßig erhebliche Personen- und Sachschäden verursachen. Eine Reduktion der CO2-Emissionen bleibt unzweifelhaft ein richtiges politisches Ziel.

 

Energie und Umwelt: Atomenergie

 

Selbst wenn die Sicherheitsproblematik der Kernkraftwerke außer Acht gelassen wird, erweist sich Atomstrom als deutlich weniger umweltfreundlich als oftmals behauptet wird. Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe. Zunächst entstehen beim Abbau von Uran erhebliche CO2-Emissionen. Im Vergleich zu Blockheizkraftwerken kommt ein zweites Problem hinzu: Haushalte, die ihren Strom aus einem Atomkraftwerk beziehen, benötigen für die Heizung eine weitere Energiequelle. So fallen in einem Gas-Blockheizkraftwerk 49 Gramm CO2 pro kWh an, in einem Atomkraftwerk immerhin noch 32 Gramm. Insofern schneiden Atomkraftwerke unter diesem Aspekt zwar tatsächlich günstiger ab, allerdings ist die Differenz relativ gering. Verglichen mit Kohlekraftwerken ist die CO2-Bilanz von Atomkraftwerken jedoch deutlich günstiger. Beachten sollte man aber auch das große Risiko das bei dem betreiben von Atomkraftwerken eine Rolle spielt. Es sollte doch das ziel sein Energie und Umwelt in Einklang zu bringen.

 

Energie und Umwelt: Regenerative Energien

 

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die in der Gesamtbilanz verursachten Emissionen sind relativ gering und es findet kein Verbrauch endlicher Ressourcen statt. Die Regenerativen Energien sind am ehesten im Einklang mit Energie und Umwelt. Deutliche Beeinträchtigungen der Natur lassen sich jedoch nicht vermeiden. Biodiesel und andere Brennstoffe auf pflanzlicher Basis verursachen bei ihrem Anbau einen erheblichen Flächenbedarf, der entweder zulasten der Nahrungsproduktion geht oder zur Vernichtung ökologisch wertvoller Flächen führt. Windräder werden von Anwohnern als sehr störend empfunden, viele wertvolle Erholungsgebiete sind durch sie nachhaltig beeinträchtigt worden. Die geringsten störenden Einflüsse gehen von Solaranlagen aus, die aufgrund ihres aufwändigen Herstellungsprozesses jedoch die schlechteste CO2-Bilanz der regenerativen Energien aufweisen. Dieser Wert verbessert sich durch die intensivere Nutzung der Solarzellen erheblich, wenn die Stromerzeugung in klimatisch günstigere Regionen verlagert wird. Beim Import von Solarstrom aus Spanien fallen lediglich 27 Gramm CO2 pro kWh an. Energie und Umwelt sind ein wichtiges Thema und wird es auch in Zukunft bleiben.

 

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