Solar Dossiers
Weltrekord bei organischer Photovoltaik bleibt in Dresden
Vom Technologieführer in organischer Photovoltaik (OPV) Heliatek in Dresden stammt erneut eine Tandemzelle, die mit nun 9,8 Prozent Wirkungsgrad einen neuen Weltrekord im Wirkungsgrad für organische Solarzellen aufstellt. Bereits zum dritten Mal.
Die vom Fraunhofer ISE CalLab in Freiburg zertifizierte Zelleffizienz bietet eine Steigerung von 1,5 Prozent zu ihrem Vorgängermodell, das 2010 ebenfalls von Heliatek produziert wurde. Heliateks im Niedrigtemperaturprozess gefertigten OPV- Zellen erreichen damit das Effizienzniveau traditioneller, aus amorphem Silizium gefertigter, Solarzellen.
Potentielle Preisträger kommen auch aus Sachsen
Martin Pfeiffer, einer der Gründer von Heliatek und technischer Geschäftsführer des Unternehmens erklärt: "Heliatek setzt bei den organischen Solarzellen als einzige Firma weltweit auf die Abscheidung sogenannter kleiner Moleküle mittels eines Niedrigtemperaturprozesses, ein Ansatz, der sich bei organischen LED (OLED) bereits am Markt durchgesetzt hat." Die Moleküle, die Heliatek einsetzt, werden dort eigens für diesen Einsatz entwickelt und synthetisiert.
Ausblick auf das neue Geschäftsjahr
Gefördert wird die Entwicklung neuer Zellen durch den Freistaat Sachsen und den Bund. Mit anerkennenswertem Erfolg: Unter anderen Kandidaten ist Dr. Martin Pfeiffer von Heliatek nominiert für den Deutschen Zukunftspreis 2011. Mit solchen Erfolgen im Rücken plant Heliatek im großen Maßstab für die Zukunft: Eine dritte Finanzierungsrunde für 2012 soll neues Kapital in Höhe von 50 Millionen einwerben, um damit die Produktionskapazität auszubauen. Ziel dabei sind neue Anwendungsfelder zu erarbeiten und die Effizienz der Zellen auf 15 Prozent zu erweitern. Dann finden wir die OPV auch in Fenstern und Fassaden. Eine Revolution auf dem Gebiet der Solartechnologie.
News vom: 06.12.2011
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